09. Juli 2022, Bürgerhaus MüZe

Das AntiDiskriminierungsBüro Köln bietet eine Mitglied-Veranstaltung zum Thema „Psychische Auswirkungen von Rassismus“ an.

Rassistische Beleidigungen, wiederkehrende Polizeikontrollen oder die Befürchtung innerhalb der eigenen Familie Rassismus zu erfahren, sind nur einige Beispiele für rassistische Gewalt, die BIPoC Personen in Deutschland alltäglich erleben. Vielfach wird ausgeblendet, dass diese Erfahrungen sowohl körperliche als auch psychische Spuren hinterlassen.

Im ersten Teil der Veranstaltung wird ein Vortrag von der Referentin Lisa Adeniyan gehalten, der sich mit den psychischen Auswirkungen von Rassismus auseinandersetzt und in einem gemischten Raum stattfindet. Inhaltliche Schwerpunkte werden dabei racial microaggressions, internalisierte Rassismen und rassistisch bedingte Traumata bilden. An den Vortrag schließen zwei unterschiedliche Workshops an: ein Workshop für weiß positionierte Menschen mit der Trainerin Ilka Simon und ein Workshop für Menschen, die Rassismuserfahrungen machen, mit der Trainerin Lisa Adeniyan.

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Workshops

WS 1: Selfcare Workshop für Personen, die Rassismuserfahrungen machen (max. 15 Personen)
Der Workshop möchte Teilnehmenden einen geschützten Raum bieten, in dem sie über Rassismuserfahrungen sprechen können und gemeinsam Strategien der Selbstfürsorge teilen und entwickeln können. Diese Prozesse werden in einem geschützten und achtsamen Setting stattfinden: Es werden ausreichend Pausen und entspannende Elemente in den Workshop eingebaut.
„Caring for myself is not self-indulgence, it is self-preservation, and that is an act of political warfare.”
Audre Lorde

WS 2: Verbündeten Workshop (15 -20 Personen) für weiß positionierte Personen
Für Menschen, die keine eigenen negativen Rassismuserfahrungen machen, bleibt Rassismus häufig unsichtbar. Werden sie auf Rassismus aufmerksam gemacht, reagieren sie oftmals mit Abwehrmechanismen. Die kritische Weißseinsforschung beschäftigt sich u.a. mit der Frage, wie es dazu kam, dass Weißsein häufig unbenannt bleibt und als „normal“ wahrgenommen wird und was dies mit weißen Menschen macht. Der Impulsworkshop bietet einen ersten Einblick in die kritische Weißseinsforschung. Wir schauen uns gemeinsam gängige Abwehrmechanismen weißer Menschen auf und reflektieren unsere eigenen Abwehrmechanismen. Wir beschäftigen uns zudem mit der Frage, was eine gute verbündete Person ausmacht und was dies für den eigenen Alltag bedeuten kann. Der Workshop richtet sich an Menschen, die selbst keine Rassismuserfahrungen machen und sich noch nicht oder sehr wenig mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

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Zeit

Samstag, 09. Juli 10 bis 18 Uhr

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Ort

Bürgerhaus MüTZe

Berliner Str. 77

51063 Köln

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  • Für Mitglieder des Vereins Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V., an die sich die Workshops vorrangig richten, sind die Workshops kostenfrei, für alle anderen Personen fällt ein Beitrag von 20,00 Euro an.
  • Die Räumlichkeiten in der MüZe sind barrierefreundlich und mit Rollstühlen gut zugänglich.

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Anmeldungen bei guestoo.de bis zum 01.07.2022:

Anmeldung zum Selfcare Workshop:
https://app.guestoo.de/public/event/362baa0d-3ad3-4f9f-8429-f1406de2d11f/frame

Anmeldung zum Verbündeten Workshop:
https://app.guestoo.de/public/event/774e2f54-b2b5-4f93-b442-3137651b425e/frame